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 Häufig werden wir gefragt, welche Maßnahmen hinsichtlich Energieeinsparung bei begrenztem Budget zu empfehlen sind. Unsere Antwort: An erster Stelle die Maßnahmen, die später nicht mehr oder nur mit großem Zusatzaufwand nachgerüstet werden können: Das ist zum einem die Wärmedämmung der Gebäudehülle zum anderen eine Flächenheizung. Eventuell sind noch die Kanäle für eine Lüftungsleitung vorzusehen.  Aber wenden wir uns zunächst der Verbesserung der Gebäudehülle zu. Betrachtet man die U-Werte (früher k-Wert) der jeweiligen Gebäudeteile, so fällt auf , dass bei der Standardausführung nach heute gültiger Energieeinsparverordnung (EnEV) das Fenster das Bauteil mit den schlechtesten Werten ist. Hier lohnt sich eine Investition am schnellsten, denn mit einer modernen 3-fach Iso-Verglasung lässt sich der Ug-Wert um ca. 35 Prozent (!) verbessern.
An zweiter Stelle ist die Dämmung der Bodenplatte bzw. der Kellerdecke zu nennen. Wer hier für zusätzliche Dämmstoffe unter der Platte oder im Bereich des Fußbodenaufbaues Geld in die Hand nimmt er-reicht eine Verbesserung von fast 50 Prozent, nämlich einen U-Wert von 0,16 W/m²k.  Von vielen Menschen wird gerade im Sommer eine unzureichende Wärmedämmung im Dachbereich beklagt. Das wurde in den letzten Jahren durch die heutige Niedrigenergiebauweise schon stark verbes-sert. Aber auch hier gibt es Verbesserungspotenzial: Bei 8 bis 10cm mehr an Dämmstoffdicke wird ein U-Wert von 0,15 erreicht und damit eine Verbesserung von ca. 30 Prozent.
Die größte Fläche der Gebäudehülle nimmt die Außenwand ein. Hier sind heute Dämmstoffdicken zwischen 10 und 14 cm üblich. Erhöht man die Wärmedämmung im Bereich der Außenwand auf 20cm wird eine Verbesserung des U-Wertes von knapp 30 Prozent erzielt.  Sind diese vier Maßnamen zur Verbesserung der Wärmedämmung (Fenster, Bodenplatte, Dach, Außenwand) erfüllt, sind die Vorraussetzungen für einen niedrigeren Energieverbrauch erfüllt. Jetzt ist die erforderliche Heizlast deutlich geringer und der Einsatz einer Flächenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen problemlos möglich. Das macht dann auch den Einsatz von Wärmepumpen wirtschaftlich. Relativ preiswert ist der Einbau einer Fußbodenheizung.  Ein ganz wichtiger Energieeinsparfaktor muss noch unbedingt angesprochen werden: Das ist die Dichtheit der Gebäudehülle. Wenn diese nicht erreicht wird, sind alle vorher genannten Wärmedämmmaßnahmen mehr oder weniger „für die Katz“. Ob die Handwerker ihre Arbeit ordentlich gemacht haben oder nachbessern müssen, lässt sich am besten mit einem „Blower-Door-Test“ überprüfen.  Letzter Punkt unserer Empfehlungen für sinnvolle Investitionen ist der Einbau einer „kontrollierten Wohnraumbelüftung mit Wär-merückgewinnung“. Denn mit einer solchen Anlage wird nicht nur mehr Wohnkomfort durch ständig saubere, gefilterte Luft er-reicht, auch der Heizenergie-Einspareffekt lässt sich leicht nach-vollziehen: Denn die „verbrauchte“ warme Luft wird nicht einfach nach draußen geblasen, sondern über einen Kreuzwärmetauscher wird ihr vorher die noch enthaltene Energie abgenommen und diese an die Frischluft gegeben. Wem die Kosten für eine gut funktionierende Lüftungsanlage zu hoch sind, sollte mindestens die Kanäle in seinen Neubau einbauen. Übrigens ist es ein Am-menmärchen, dass man bei einer Lüftungsanlage die Fenster nicht mehr normal öffnen darf oder soll. |
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