Energiesparhäuser

Preiswerter Wohnraum mit viel Platz.

Kein Wunder, dass dieser Entwurf bei der Splietker-Bauherrschaft so hoch im Kurs steht: Bei dem Musterhaus im Wiedenbrücker Ortsteil St.Vit handelt es sich um ein Energiesparhaus, das diese Bezeichnung wahrlich verdient.

Beim Eintreten bietet eine geräumige Diele Platz für Garderobe, Schuhschrank und die Einkaufstaschen. Von hier führt der Weg direkt in die Küche, die in den offenen Wohn-Essbereich übergeht. Dank bodentiefer Fenster ist das Zentrum des Familienlebens ausgesprochen hell. Ein separates Zimmer dient als Hauswirtschaftsraum, ebenso der Kellerersatzraum, in dem die energiesparende Wärmepumpe untergebracht ist.

Im Dachgeschoss bringt die klare Grundrissgliederung mit minimaler Verkehrsfläche eine optimale Raumausnutzung. Die Kinderzimmer sind trotz Dachschrägen durch die hohem Drempel sehr großzügig. Die Eltern haben ein geräumiges Schlafzimmer mit im Anschluss befindlichen Schrank- und Ankleidezimmer. Das Bad ist von allen Räumen des Dachgeschosses gut zu erreichen. Es hat neben der normalen Tür zum Flur noch eine zusätzliche Tür zum Elternschlafzimmer.

Im Spitzboden befindet sich dann noch das über eine moderne Stahl-Holztreppe zu erreichende Studio, das auch als Büro-, Gäste- oder Kinderspielzimmer genutzt werden kann.

Abgesehen von einem Handtuchheizkörper im Bad macht die im gesamten Gebäude verlegte Niedertemperatur-Fußbodenheizung den Einsatz von normalen Heizkörpern überflüssig, eine nahezu direkte Wärmeabgabe wird durch den dunklen Fliesenbelag im Erdgeschoss garantiert, auch in den Räumen des Dachgeschosses wird die Wärme über Laminatboden mit dem Dekor „Seegras“ abgegeben.

Sinnvolle Investionen

Häufig werden wir gefragt, welche Maßnahmen hinsichtlich Energieeinsparung bei begrenztem Budget zu empfehlen sind. Unsere Antwort: An erster Stelle die Maßnahmen, die später nicht mehr oder nur mit großem Zusatzaufwand nachgerüstet werden können: Das ist zum einen die Wärmedämmung der Gebäudehülle, zum anderen eine Flächenheizung. Eventuell sind noch die Kanäle für eine Lüftungsleitung vorzusehen.

Aber wenden wir uns zunächst der Verbesserung der Gebäudehülle zu. Betrachtet man die U-Werte (früher k-Wert) der jeweiligen Gebäudeteile, so fällt auf, dass bei der Standardausführung nach heute gültiger Energieeinsparverordnung (EnEV) das Fenster das Bauteil mit den schlechtesten Werten ist. Hier lohnt sich eine Investition am schnellsten, denn mit einer modernen 3-fach Iso-Verglasung lässt sich der Ug-Wert um ca. 35 Prozent (!) verbessern.

An zweiter Stelle ist die Dämmung der Bodenplatte bzw. der Kellerdecke zu nennen. Wer hier für zusätzliche Dämmstoffe unter der Platte oder im Bereich des Fußbodenaufbaues Geld in die Hand nimmt, erreicht eine Verbesserung von fast 50 Prozent, nämlich einen U-Wert von 0,16 W/m²k.

Von vielen Menschen wird gerade im Sommer eine unzureichende Wärmedämmung im Dachbereich beklagt. Das wurde in den letzten Jahren durch die heutige Niedrigenergiebauweise schon stark verbessert. Aber auch hier gibt es Verbesserungspotenzial: Bei 20cm Dämmstoffdicke wird ein U-Wert von 0,15 erreicht und damit eine deutliche Verbesserung.

Die größte Fläche der Gebäudehülle nimmt die Außenwand ein. Hier sind heute Dämmstoffdicken zwischen 10 und 14 cm üblich. Erhöht man die Wärmedämmung im Bereich der Außenwand auf 20cm wird eine Verbesserung des U-Wertes von knapp 30 Prozent erzielt.

Sind diese vier Maßnamen zur Verbesserung der Wärmedämmung (Fenster, Bodenplatte, Dach, Außenwand) erfüllt, sind die Vorraussetzungen für einen niedrigeren Energieverbrauch gegeben. Jetzt ist die erforderliche Heizlast deutlich geringer und der Einsatz einer Flächenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen problemlos möglich. Das macht dann auch den Einsatz von Wärmepumpen wirtschaftlich. Relativ preiswert ist der Einbau einer Fußbodenheizung.

Ein ganz wichtiger Energieeinsparfaktor muss noch unbedingt angesprochen werden: Das ist die Dichtheit der Gebäudehülle. Wenn diese nicht erreicht wird, sind alle vorher genannten Wärmedämmmaßnahmen mehr oder weniger „für die Katz“. Ob die Handwerker ihre Arbeit ordentlich gemacht haben oder nachbessern müssen, lässt sich am besten mit einem „Blower-Door-Test“ überprüfen.

Letzter Punkt unserer Empfehlungen für sinnvolle Investitionen ist der Einbau einer „kontrollierten Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung“. Denn mit einer solchen Anlage wird nicht nur mehr Wohnkomfort durch ständig saubere, gefilterte Luft erreicht, auch der Heizenergie-Einspareffekt lässt sich leicht nachvollziehen: Denn die „verbrauchte“ warme Luft wird nicht einfach nach draußen geblasen, sondern über einen Kreuzwärmetauscher wird ihr vorher die noch enthaltene Energie abgenommen und diese an die Frischluft gegeben. Wem die Kosten für eine gut funktionierende Lüftungsanlage zu hoch sind, sollte mindestens die Kanäle in seinen Neubau einbauen. Übrigens ist es ein Ammenmärchen, dass man bei einer Lüftungsanlage die Fenster nicht mehr normal öffnen darf oder soll.

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